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Bundeshandelsakademie / Bundeshandelsschule
Wörgl

Frühlingsfahrt ins Mostviertel

 

Am Samstag, den 27. April machten wir uns kurz vor 7.00 Uhr mit dem Bus von Wörgl bei Regen auf den Weg ins Mostviertel. Nachdem wir in Kirchbichl, Kufstein und Oberaudorf die letzten Gäste aufgenommen hatten, fuhren wir über die Autobahn nach Ardagger Stift zum MostBirnHaus. Dort hatten wir eine Führung durch die

Erlebnisausstellung Birnenleben, wo uns das Leben der Birne, von der Blüte bis zum fertigen Produkt, kurzweilig und interessant nähergebracht wurde. Der Weg führte durch die „Birnenkathedrale“ und die „Wunderkammer“ und wir versuchten uns im „Birnenklauben“, ehe es durch die „Speisekammer“ vorbei an den „Mostviertler Genussmomenten“ in den Pressraum ging. In der virtuellen Trommelpresse wurden wir richtig „ausgequetscht“ und abschließend erhielten wir in der Spezerei leckere Kostproben. Wir probierten verschiedene Mostsorten, Marmeladen, Chutneys, Senf, Dörrobst und direktgepresste Säfte.

Nachdem jeder seine Einkäufe erledigt hatte, fuhren wir weiter nach St. Michael am Bruckbach zum Baumblütenwandertag. Es war zwar kalt, aber es regnete nicht mehr. In der Hauptlabstelle beim FF-Haus gab es ein Zelt, wo wir unser Mittagessen mit regionalen Spezialitäten einnahmen. Eine Musikgruppe spielte dazu auf. Mit einem Plan bewaffnet und unter der fachkundigen Führung von Michaela, die von St. Michael stammte, machten wir uns auf den 8 km langen Wanderweg. Die Sonne kam heraus, der Himmel wurde blau und wir genossen die wärmenden Strahlen. Die Birnenblüte war leider schon vorbei, aber wir sahen noch blühende Apfelbäume, Flieder und anderes Gesträuch. Da es in dieser Gegend schon lange nicht mehr geregnet hatte, zeigten die Wiesenböden und Wege bereits Risse und die Bachrinnsale waren leer. Wir kamen an drei Labstellen vorbei, überall wurden uns Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form angeboten – nur leider gab es keinen Kaffee. Bei der vorletzten Labstelle Matzlehen ließen wir uns vom Bus abholen und verzichteten auf den letzten Anstieg nach St. Michael hinauf. Die Wirtsleute von Matzlehen verabschiedeten uns mit einem Stamperl von selbstgemachten Likören und Schnäpsen.

Über die Mosthöhenstraße, bei der wir wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft und die für die Gegend typischen Vierkanthöfe hatten, kamen wir gegen 17.00 Uhr in Waidhofen an der Ybbs bei unserem Nächtigungsziel, dem „Schlosshotel an der Eisenstraße“ an. Bis zum Abendessen um 19.30 Uhr hatten wir Zeit, den versäumten Kaffee nachzuholen, das Zentrum von Waidhofen zu erkunden oder den hoteleigenen Wellnessbereich zu benützen.

Am Sonntag fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Gruppenfoto zum Benediktinerstift Seitenstetten, auch „Vierkanter Gottes“ genannt. Herr Mathias Weis, der im Stift Seitenstetten zur Schule gegangen war, führte uns durch die Prunkräume des Stiftes und die Stiftsbibliothek. Dort zog er sich weiße Handschuhe an und schlug für uns eine Seite eines Buches auf, in dem es um das Einhorn ging, und das er für sein Studium auch selber benutzt hatte. Da in der Zwischenzeit die Messe beendet war, konnten wir uns auch die Kirche ansehen und danach ging es zum Abschluss noch in den historischen Hofgarten, der als Themengarten angelegt ist.

Nach der 2 ¼ stündigen Führung machten wir uns auf den Weg zum „Wildheurigen Kronawetter“, wo wir uns bei einem köstlichen Mittagsbuffet für die Heimreise stärkten. Bei der Autobahnraststätte „Kasern – Salzburg Nord“ fand noch eine kurze Kaffeepause statt. Als wir uns der Heimat näherten, setzte auch wieder der Regen ein. Franz hatte die „alleinige Verantwortung“ für das Wetter übernommen, und er hat seine Sache gut gemacht. Niemand hätte geglaubt, dass wir nach den vorhergesagten Wetterprognosen im Mostviertel keinen Schirm benötigten.

Danke an alle Verantwortlichen im Vorstand, die diesen wunderschönen Ausflug organisiert haben. Es muss nicht immer Südtirol sein, auch in Österreich gibt es schöne Plätze, wo man vielleicht selber nie hinkommt. Ich habe jedenfalls diese 2 Tage sehr genossen und ich hoffe, die anderen haben es auch getan.

 

Hannelore Polt