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Bericht Herbstfahrt ins Nonstal 2026

·850 Wörter·5 min

Herbstfahrt des HAK-Absolventenvereins vom 09. bis 11. Oktober 2026

Freitag, 09.10.2026
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Mit 36 Mann (und natürlich Frau) starteten wir pünktlich gegen 13:30 Uhr unsere diesjährige Herbstfahrt ins Nonstal nach Südtirol/Trentino.

Ehrlich gesagt hatte ich bis dahin keine Ahnung, dass es überhaupt ein Nonstal im Trentinogebiet gibt. Google weiß alles, und so erfuhr ich, dass das Nonstal ein Seitental des Etschtales ist und zum Großteil zum Trentino gehört – ein kleiner Teil zu Südtirol. Bekannt ist es auch als Apfeltal, was sich durch die unzähligen Apfelbäume dann auch bestätigte. Ca. 3–4 Mio. Tonnen Äpfel werden in diesem Gebiet pro Jahr geerntet.

Bei Sonnenschein und entspannter (staufreier) Fahrt über die Brenner-Autobahn erreichten wir das 4-Sterne-Hotel “Miraval” in Coredo – wobei, die letzten Meter waren schon recht abenteuerlich, nachdem unser Busfahrer Christoph die einspurige, steile Straße rückwärtsfahren musste. Ein paar von uns (auch ich!) hielten sich am Vordersitz fest und hielten den Atem an, aber Christoph meisterte dieses Rückfahrmanöver mit Bravour und setzte uns sicher am Hotel ab.

Nach einem Willkommenstrunk, einem opulenten, wirklich köstlichen 5-Gänge-Abendmenü und einem Gläschen Wein (oder auch mehreren) hatten die meisten die nötige Bettschwere – außer die 4 Damen, die am Kartenspielen waren. Am Morgen saßen sie bereits wieder (oder vielleicht immer noch?) beim Spiel. Emmi wollte übrigens zum Abschluss des Abends unbedingt ein Foto AUF dem Baum, der in der Lobby stand! (Ob das an den 1, 2, … Gläsern Hugo lag?)

Samstag, 10.10.2026
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Nach einer mehr oder minder schlafreichen Nacht saßen wir dann mehr oder minder ausgeschlafen beim Frühstück (übrigens ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet). Dann ging’s los: Entlang der Brentadolomiten bis zum Gardasee nach Riva. Und das bei Sonnenschein, während es daheim in Nordtirol regnete! (Na ja, wenn Engel reisen …!)

An diesem Tag begleitete uns die Trentinerin Edita, die uns unzählige Einzelheiten über diese Region erzählte. Edita war übrigens ganz verliebt in unseren Busfahrer und wollte ihn am liebsten behalten! Wohl verständlich, denn so ruhig und souverän, wie Christoph den Bus die steilen und oft engen Bergstraßen rauf und runter lenkte, erlebte sie es nicht immer.

40 km ist die Brenta-Bergkette lang, mit imposanten Bergmassiven und Gipfeln über 3000 m hoch. Den 1. Stopp gab es am Molvenosee: Ein 4,4 km langer See, der an den tiefsten Stellen bis gut 100 m tief ist. Molveno ist einer der schönsten Urlaubsorte im Trentino, was ich nur bestätigen kann. Mit etwas über 1000 Einwohnern ist Molveno ein typisches Trentiner Bergdorf und auch für den Wintersport bekannt.

Wir fuhren mit der hiesigen Seilbahn nach oben, wo man von der Panoramaterrasse aus eine gewaltige Aussicht auf den See hatte.

Weiter ging es zum Wasserfall Varone bei Riva am Gardasee. Fast 100 m hoch ist dieser Wasserfall, aufgeteilt in drei Abschnitte, die man über Stufen und kleine Tunnel erreicht. Den Wegen entlang befindet sich ein botanischer Garten mit verschiedensten Blumen, Kräutern und Sträuchern; angefangen von Orchideen bis zu Palmen und Bananenstauden. Ich war einfach nur schwer beeindruckt, welche Wunder die Natur immer wieder bereithält!

Da bereits Nachmittag war, stellte sich schön langsam Hunger ein. Wir befanden uns ja schon in Riva, weshalb es nahelag, sich hier ein “Ristorante” zu suchen, nachdem uns Edita noch eine kleine Führung durch die Altstadt bot.

Gestärkt machten wir uns dann auf den Rückweg zum Hotel – diesmal über eine andere Route, die uns wiederum viele Eindrücke von der Schönheit dieser Region brachte.

Sonntag, 11.10.2026
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Sonntag war Wandertag! Nach dem Frühstück starteten wir bei Sonnenschein eine ca. 1-stündige Wanderung zur Wallfahrtskirche San Romedio, einem burgähnlichen Komplex aus 5 übereinandergebauten Kirchen und Kapellen (100 m hoch).

Die Kirche wurde dem Hl. Romedio geweiht, der aus Thaur stammte und sich hier als Einsiedler niederließ. Laut einer Sage ritt er mit einem Bären nach Trient, nachdem dieser sein Pferd gefressen hatte, weshalb der Hl. Romedio auch meist mit einem Bären abgebildet wird. Und – bei dieser Wallfahrtskirche gibt es tatsächlich einen lebenden Bären, der hier seinen Lebensabend verbringt, nachdem er aus einer Gefangenschaft befreit wurde.

Von der Kirche aus wanderten wir nochmals gut 1,5 Stunden durch eine ca. 5 km lange Klamm nach Sanzeno. Ein Felsensteig führte in großer Höhe die Felswand entlang – teils zwang uns der überhängende Fels, größere Strecken in gebückter Haltung zu gehen, was vor allem unseren Klaus Walter richtig in “Schieflage” brachte. Gott sei Dank erholte er sich aber ziemlich schnell und konnte, wie wir alle, die anschließende Käse-, Speck- und Salamiverkostung genießen, die uns bei einem typischen Trentiner Markt angeboten wurde. Natürlich mussten ein paar örtliche Spezialitäten mit nach Tirol!

Der Nachmittag endete nach einem kurzen Aufenthalt beim Kloster Neustift (Nähe Brixen) dann beim Gasthof “Griesser Hof”, wo wir zum Törggelen einkehrten. Es war wirklich ein Genuss, was uns hier alles aufgetischt wurde – vor allem die Blattl mit Kraut hatten es mir angetan.

Mit vollem Bauch und voll von schönen Eindrücken machten wir uns gegen 18:00 Uhr auf den Heimweg und erreichten wohlbehalten gegen 20:30 Uhr den Heimathafen Wörgl, wobei wir einhellig feststellten: Es war einfach nur schön!!!

(Bericht von Maria Kruckenhauser – Danke!)

Hier noch ein paar Impressionen: